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Die Geschichte zu Jean

Altes Spielzeug > Spielzeug der 1960er Jahre > Jean Höfler

Jean Höfler nach dem 2.Weltkrieg
Nach dem Krieg konnte sich Firmeninhaber Johann Höfler immer schlechter gegen die große Konkurrenz wie Schuco oder Märklin behaupten; die Auftragseingänge ließen nach. Das Sortiment der preiswerten Blechspielzeuge umfasste auch zusammensteckbare Autobahnen und Eisenbahnen. Die jeweiligen Autos und Eisenbahnen wurden per Uhrwerksantrieb bewegt. Darunter befand sich auch eine größere Achterbahn mit Holztürmen. Die dazu passenden Autos kann man in die Kategorie Pennytoys einordnen. Die Besserung und der Aufschwung kam mit dem Firmeneintritt des Schwiegersohnes von Johannes Höfler, Ernst A. Bettag. Dieser über unmittelbar nach seinem Studienabschluss als Ingenieur für Elektronik im Alter von 25 Jahren im Jahre 1954 die Geschäftsführung Firma und hatte noch im selben Jahr mit der Racing-Car Serie, Rennautos aus Blech, und zum Beispiel den erwähnten W 190 Rennwagen von Mercedes, großen Erfolg. Der Absatz dieser großen Blechautos, die eine Länge bis zu 41 cm aufwiesen, soll über einer Million gelegen haben.
Trotzdem erkannte der geniale Ingenieur Ernst Bettag schon sehr früh die Zeichen der Zeit, den allmählichen Untergang des Blechspielzeugs. Als einer der ersten Blechspielzeug-Hersteller überhaupt stellte er in nur kurzer Zeit die gesamte Produktion auf Kunststoff und Plastik um. Die alten Werkzeuge und Blechpressen wurden verkauft und der Neustart mit unter anderem kleinen Kunststoff-Figuren und kleinen Plastikautos. Die Gesamtpalette der damaligen Kunststoffproduktion in den 50er und 60er Jahren ist mir nicht gänzlich bekannt, aber ich erwähne diese kleinen Figuren und Plastikautos, weil gerade diese heute ebenfalls bei Sammlern auf ansteigendes Interesse stoßen. Die Werkzeuge und Pressen für das Blechspielzeug scheinen nach deren Verkauf jedenfalls nicht verloren gegangen zu sein; in neuerer Zeit bietet der Spielzeug-Händler Tucher & Walther Replikas von Höfler-Blechspielzeug an, welches mit gerade diesen alten originalen Werkzeugen und Blechpressen hergestellt wurde.
Die Umstellung auf Kunststoff begann im Jahre 1956. Bald schon erschienen die kleinen Figuren, Cowboys, Indianer und die kleinen Plastikautos, oftmals als Beigaben oder in den an anderer Stelle schon erwähnten Wundertüten. Höfler-Plastikautos stehen neben den Plastikautos von Hammer mit an vordester Stelle bei den Sammlern.
Sehr bald begann auch der sichtbare Umbau der Firma. Das Logo „JH im Kleeblatt“ wurde bereits 1959 abgelöst von einer Weltkugel, bereits drei Jahre später im Jahre 1962 wurde die Firma Jean Höfler umbenamt in „BIG“ und bekam 1966 das heute bekannte Firmenlogo, den Kraft ausstrahlenden Büffel.
Die Firma entwickelte sich infolge zu einem Marktführer bei Kunststoffspielzeug. Viele Kinder werden mit dem berühmten Bobby-Car gespielt haben, welches bis heute zu einem unnachahmbaren Erfolg wurde. Nicht vergessen werden soll auch das Spielzeug PlayBIG aus den 70er Jahren, welches als Konkurrenzprodukt zu PLAYMOBIL einige Jahre Furore machte. „Jean Höfler“ beziehungsweise „Jean“ wurde als Markenzeichen bei BIG übernommen. Auf diese Weise lebte die alte Firma in der neuen weiter.

 
 
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